Europa heult mit den antiisraelischen Wölfen


Um sich von der proisraelischen Politik der USA abzusetzen und die Öl produzierenden Saudis nicht zu verärgern, hat die Europäische Union schon früh Distanz zum Staat Israel aufgebaut. Heute ist das zu einer regelrechten Obsession geworden.

Clemens Wergin | WELT

n den 80er-Jahren veröffentlichte Bob Dylan sein Lied „Neighborhood Bully“, eine Verteidigung Israels, des ungeliebten „Störenfrieds“ der Weltpolitik. Ein Land, das sich stets heftiger Kritik ausgesetzt sähe und auf sich allein gestellt das eigene Überleben sichern müsse, „weil seine Verbündeten nicht der Rede wert sind“, wie Dylan sang.

Viel hat sich seitdem nicht geändert. Noch immer gilt Israel als Störenfried, der von vielen an den Pranger gestellt wird. Zuletzt etwa vom Europäischen Gerichtshof. Der hat vergangene Woche entschieden, dass Israel von den EU-Ländern so behandelt werden soll wie kein anderer Staat der Welt.

In Zukunft müssen alle EU-Länder israelische Lebensmittel von den Golanhöhen und aus dem Westjordanland gesondert markieren und als Siedlerprodukte kennzeichnen. Das Gericht urteilte damit ganz im Sinne der EU-Kommission, die im Jahr 2015 eine entsprechende Leitlinie vorgestellt hatte.

weiterlesen