60 Prozent der Löschanfragen zu islamistischer Propaganda erfolgreich

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Rund 7.700 islamistische Inhalte haben Internetdienste auf Bitte des BKA gelöscht. Deutschland beteiligte sich auch an einem europäischen Aktionstag gegen IS-Propaganda.

ZEIT ONLINE

Internetplattformen haben auf Antrag des Bundeskriminalamts (BKA) innerhalb von 13 Monaten 7.665 Links mit islamistischer Propaganda gelöscht. Das entspricht rund 60 Prozent der insgesamt mehr als 12.000 geforderten Löschungen, teilte das Bundeskriminalamt mit. Die Seitenbetreiber seien den Löschbitten nachgekommen, wenn sie der Argumentation des BKA folgten, dass die Inhalte gegen ihre eigenen Regeln verstoßen. Die Zahlen beziehen sich auf den Zeitraum vom 1. Oktober 2018 bis zum 31. Oktober 2019. 

„Die Gefahr islamistisch motivierter Anschläge in Deutschland ist weiterhin hoch. Das zeigt unter anderem die Zahl der über 670 islamistischen Gefährder, die bundesweit registriert sind“, sagte Sven Kurenbach, Leiter der Abteilung Terrorismus und Extremismus beim BKA. Diese seien für Propaganda besonders empfänglich. „Doch auch unbescholtene Menschen, insbesondere Jugendliche, können durch islamistische Texte und Videos radikalisiert werden.“ 

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