Amnesty: Hauptgrund für Amazonas-Abholzung sind Rinderfarmen

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Der Amazonas-Regenwald wird größtenteils für die Viehzucht abgeholzt. Eine riesige Fläche ist der Rinderzucht schon zum Opfer gefallen. Wichtigster Importeur von brasilianischem Rindfleisch ist Deutschland, sagt Amnesty International.

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Illegale Rinderfarmen sind laut Amnesty International der Hauptgrund für die Zerstörung des Amazonas-Regenwaldes in Brasilien. Die ungesetzlichen Landnahmen in Reservaten und Schutzgebieten für die Ureinwohner dienten zu einem Großteil der Viehzucht, erklärte die Organisation am heutigen Dienstag in Berlin. Die illegale Rinderhaltung stelle eine äußerst reale Gefahr dar, nicht nur für die Rechte der traditionellen Gemeinschaften, sondern für das gesamte Ökosystem der Erde, erklärte der Amnesty-Umweltexperte Richard Pearshouse bei der Vorstellung eines entsprechenden Berichts.

Wichtigster Importeur von Rindfleisch: Deutschland

Deutschland gehört zu den wichtigen Importeuren von brasilianischem Rindfleisch. Etwa zwei Drittel der zwischen 1988 und 2014 abgeholzten Amazonas-Gebiete seien niedergebrannt und in Weideland umgewandelt worden, hieß es weiter. Diese Fläche erstrecke sich über annähernd 500.000 Quadratkilometer, fast die fünffache Größe Portugals.

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