Zentralrat der Sinti und Roma prüft Anzeige gegen TV-Dokumentation


Der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma prüft eine Anzeige wegen Volksverhetzung gegen den Sender ProSiebenSat1. Hintergrund ist eine am 7. August in der Sat1-Reihe „Akte 20.19“ ausgestrahlte „Spiegel-TV“-Produktion mit dem Titel „Roma: Ein Volk zwischen Armut und Angeberei“.

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Der Film bediene das ganze Arsenal der Vorurteile gegenüber Sinti und Roma, heißt es in einem am Montag in Berlin vorgestellten Gutachten des Politikprofessors Hajo Funke. Der Beitrag widerspreche allen journalistischen Kriterien von Fairness, Ausgewogenheit und Aufklärung.

Funke sprach von einem „rassistischen Reißer“, der gegen eine Kultur der Achtung und Anerkennung von Minderheiten gerichtet sei und alle Kriterien der Volksverhetzung erfülle: „Es sollte daher ein Verbot geprüft werden.“ Der Zentralratsvorsitzende Romani Rose sprach von „purem Antiziganismus“.

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