IS-Häftlinge in Kurdengefängnissen: „Ich will mein altes Leben zurück“


Tausende IS-Kämpfer sitzen in kurdischen Gefängnissen, auch Deutsche. Nach dem Einmarsch der Türkei in Nordsyrien stehen sie vor dem Kollaps. Ein ARD-Team hat seltene Einblicke bekommen.

Daniel Hechler | tagesschau

Gefangene IS-Terroristen in einem kurdischen Gefängnis. Bild: tagesschau.de

Sie liegen dicht gedrängt am Boden. Orangefarbener Gefängniskittel, graue Decke, ein Tuch über den Augen. Die meisten abgemagert, kahl rasiert, viele mit Verletzungen. Ihr Hab und Gut hängt in Plastiktüten an der Wand. Allesamt Terroristen, wie die kurdischen Aufseher sagen. Männer aus aller Welt, die sich der Terrormiliz IS in Syrien freiwillig angeschlossen haben, unter ihr gelebt, gearbeitet, oft auch gekämpft haben. Sie sind kurdischen Kämpfern in die Hände gefallen und nun im Senaa-Gefängnis bei Hassaka gestrandet, dem zweitgrößten Gefängnis in Nordsyrien.

Wie viele IS-Kämpfer hier eingesperrt sind, wollen sie uns nicht sagen. Alle Gefangenen hätten im Namen des IS Verbrechen begangen, so ein Aufseher: „Sie glauben noch immer uneingeschränkt an den IS und seine Ideologie. Sie sind gekommen, um das syrische Volk zu zerstören.“

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