Papst räumt Korruptionsskandal im Vatikan ein


„Es wurden Dinge getan, die nicht sauber waren“ – der Papst hat sich zu dubiosen Geschäften von Mitarbeitern geäußert. Zugleich lobte er die Ermittlungen.

DER TAGESSPIEGEL

Papst Franziskus hat eingeräumt, dass es im Vatikan einen Korruptionsskandal gegeben hat. „Es wurden Dinge getan, die nicht sauber waren“ und „es ist nicht gut, dass sie im Vatikan geschehen sind“, sagte Franziskus. Allerdings habe der Fall gezeigt, dass die „internen Mechanismen“ im Vatikan zur Aufdeckung solcher Skandale funktionierten.

Franziskus bezog sich auf einen Anfang Oktober öffentlich gewordenen Finanzskandal im Vatikan. Es geht unter anderem um Kirchenspenden, die unter anderem in fragwürdige Immobiliengeschäfte in London geflossen sein sollen. Die vatikanische Justiz ermittelt in dem Fall gegen fünf Mitarbeiter der Kurie, darunter ein Staatssekretär und der Direktor der vatikanischen Finanzüberwachung AIF, Tommaso Di Ruzza.

weiterlesen

1 Comment

  1. Geschickt gemacht. Indem er die Aufmerksamkeit auf diesen vergleichsweise kleinen Skandal der purpurn gewandeten Rentnerband im Vatikanstaat lenkt, kann man dort ganz elegant die schwerwiegenderen Missstände und Verfehlungen unter den Teppich kehren…

    Gefällt mir

Kommentare sind geschlossen.