Tausende Tote durch Hitzewellen in Deutschland seit 2003


  • Ein Bericht der Bundesregierung verzeichnet einen beschleunigten Temperaturanstieg im Land. Seit Beginn der Wetteraufzeichnungen sei die Temperatur um 1,5 Grad Celsius angestiegen.
  • Wegen der Hitzewellen 2003, 2006 und 2015 seien insgesamt 19 500 Menschen ums Leben gekommen.
  • In der Landwirtschaft habe der Klimawandel 2018 zu Ernteausfällen in Höhe von 700 Millionen Euro geführt.
  • International droht eine Erhitzung um 3,2 Grad Celsius.

Michael Bauchmüller | Süddeutsche Zeitung

Der Klimawandel wird in Deutschland zunehmend zu einem konkreten Problem. Das geht aus dem jüngsten Monitoringbericht hervor, den die Bundesregierung am Dienstag in Berlin vorgelegt hat. Die Lufttemperatur sei seit Beginn der Wetteraufzeichnungen „statistisch gesichert um 1,5 Grad Celsius angestiegen“, heißt es in dem Bericht. „Wir beobachten eine beunruhigende Beschleunigung“, sagt Tobias Fuchs, Chef der Klimaabteilung beim Deutschen Wetterdienst. Durch natürliche Effekte sei das Tempo nicht mehr zu erklären. Noch der vorige Bericht war nur von 1,2 Grad Anstieg bis 2013 ausgegangen.

Die Bundesregierung legt alle vier Jahre einen solchen Monitoringbericht vor. Er soll vor allem helfen, Bund, Länder und Gemeinden auf die Folgen des Klimawandels vorzubereiten. Die aber werden in dem jüngsten Bericht so deutlich wie in keinem zuvor. So stieg die Zahl sogenannter „heißer Tage“ von durchschnittlich drei zu Beginn der fünfziger Jahre auf mittlerweile zehn.

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