Vor 30 Jahren explodierte ein Neutronenstern und verschwand. Nun sieht man erstmals, was von ihm übrig geblieben ist

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Im Jahr 1987 explodierte in der Grossen Magellanschen Wolke ein massereicher Stern als Supernova. Seither suchen Forscher nach der Leiche des Sterns. Jetzt scheinen sie fündig geworden zu sein.

Thorsten Dambeck | Neue Zürcher Zeitung

Im Jahr 2011 fotografierte das Hubble-Teleskop die Überbleibsel der Supernova SN 1987A. Der vermutete Neutronenstern befindet sich im Zentrum des hellen Rings. (Bild: Nasa / ESA / Hubble Telescope)

Wenn irgendwo im All eine Supernova aufleuchtet, horchen Experten auf. Tausende dieser fernen Sternexplosionen haben sie mit ihren Teleskopen untersucht. Hingegen ist eine Supernova in unserer Milchstrasse selten. Zuletzt passierte dies 1604, zu Lebzeiten von Johannes Kepler, der auch Namensgeber des vermeintlich neuen Sterns war. Im Jahr 1987 begeisterte die Astronomen ein ähnliches Ereignis. Damals strahlte eine Supernova am Südhimmel auf, und zwar in unserer nächsten kosmischen Nachbarschaft, der Grossen Magellanschen Wolke. SN 1987A, so der Name, strahlte mit der Leuchtkraft von 100 Millionen Sonnen und war mehrere Monate zu sehen. Wegen ihrer relativen Nähe avancierte sie zu der am besten erforschten Supernova überhaupt. Jetzt berichten Astronomen über Belege für einen Neutronenstern am Explosionsort.

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