HIV: Bei Frauen in Europa oft zu spät erkannt


Hohe Dunkelziffer: Im vergangenen Jahr wurde bei 141.000 Menschen in Europa eine HIV-Infektion neu diagnostiziert. Bei vielen Betroffenen wurde die Erkrankung jedoch erst in einem späten Stadium erkannt – insbesondere bei Frauen, wie ein Bericht enthüllt. Die Hälfte der Patientinnen erhielt die Diagnose demnach erst, als ihr Immunsystem bereits stark geschwächt war. Experten plädieren daher für bessere Aufklärungs- und Früherkennungsprogramme.

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Viele HIV-Patientinnen erhalten die Diagnose erst in einem späten Stadium. © Chinnapong/ istock

Das Aids-Virus grassiert noch immer – doch eine Infektion ist heute kein Todesurteil mehr. Zwar gibt es kein echtes Heilmittel oder eine Schutzimpfung gegen HIV. Mithilfe antiviraler Therapien lässt sich die Vermehrung der Viren aber effektiv hemmen. Moderne Medikamente können die Virenlast dabei sogar so stark verringern, dass HIV-positive Menschen nicht mehr ansteckend sind.

Trotzdem ist die Bekämpfung von HIV/Aids nicht überall erfolgreich. Dies liegt unter anderem daran, dass Patienten ihre Tabletten oftmals nicht so konsequent einnehmen wie es nötig wäre. Zudem wird die Infektion bei vielen Betroffenen erst in einem späten Stadium diagnostiziert.

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