Polizeiskandal in Cottbus: Und wieder ein Einzelfall

Kurz vor dem Start der Ende Gelände-Demos in der Lausitz ist dieses Foto im Internet aufgetaucht. © Foto: Screenshot

Neun Polizisten in schwarzer Einsatzkleidung posieren in halber Hocke vor einer langen Wand einer Gärtnerei in Cottbus. Auf ihr ein Graffiti: „Stoppt Ende Gelände! 29.11.-01.12.2019“. Links daneben ein Krebs – der Krebs, der auch als das Markenzeichen der rechtsextremen „Defend Cottbus“ gilt. Die abgebildeten Polizisten sollten am Wochenende eigentlich an dem Großeinsatz zu den Demonstrationen von Ende Gelände in der Lausitz teilnehmen.

Simon Schramm | taz

Seit Donnerstag kursiert besagtes Foto im Netz. Am Freitagmorgen zieht die Polizei Brandenburg erste Konsequenzen. Die abgebildeten Polizisten wurden wegen „Verstoßes gegen das Neutralitätsgebot“ vom Einsatz am Wochenende ausgeschlossen. Das Graffiti wurde inzwischen entfernt.

Eine Suspendierung der Beamten ist bisher nicht in Sicht. Dafür ermittelt die interne Revision zur Motivation der Poser. Auch die Einstellung zu dem Krebs-Symbol wird hinterfragt werden, schließlich sei man auf diesem Auge nicht blind, sagte ein Sprecher der Polizei Brandenburg der taz. Doch ist der Blick auch geweitet genug?

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