Klimademo in der Lausitz : Wütend und ungehorsam


Kohle-Gegner haben angekündigt, an diesem Samstag in der Lausitz gewaltsam zu protestieren. Doch die Forderung nach einer schnellen Kraftwerksabschaltung führt vor allem im dunklen und windarmen November in die Irre.

Niklas Záboji | Frankfurter Allgemeine Zeitung

„Kohle stoppen“, „Klima schützen“, „Dörfer retten“ – in der Lausitz wollten Demonstranten unterschiedlicher Couleur an diesem Samstag einmal mehr ein Zeichen setzen gegen die „Energieversorgung von vorgestern“. Geplant waren Proteste vor dem Braunkohlekraftwerk Jänschwalde und dem zugehörigen Tagebau, der sich vom Süden Brandenburgs in den Nordosten Sachsens erstreckt.

Hauptorganisatorin ist neben den Umweltschützern vom BUND die Gruppierung „Ende Gelände“. Mit Aktionen sogenannten „zivilen Ungehorsams“ machte sie in der Vergangenheit schon häufiger von sich reden, zuletzt im Juni, als mehrere Dutzend Demonstranten im Rheinland auf das Betriebsgelände des Energieversorgers RWE eindrangen. „Ende Gelände“ wird laut Bundesamt für Verfassungsschutz von Linksextremisten unterstützt.

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