Krieg im 21. Jahrhundert: Ziellos in den Konflikt


Ein Politikwissenschaftler analysiert bewaffnete Auseinandersetzungen diverser Epochen und beleuchtet ihre heutigen Mechanismen.

Josef König | spektrum.de

»Es ist schließlich das Ergebnis einer nüchternen Betrachtung, dass die große Mehrheit der Kriege der letzten Jahre ohne erkennbare Strategie, orientierungslos und improvisierend geführt wurde. Solche Kriege abzulehnen erfordert nur Vernunft, keine pazifistische Überzeugung.«

Bis Jochen Hippler in seinem Buch zu diesem Schluss kommt, hat er auf knapp 300 Seiten eine luzide Analyse zahlreicher Kriege vorgelegt und dabei mit großer Kenntnis von Geschichte, Politik und Militär überzeugt. Der Autor ist habilitierter Politikwissenschaftler und derzeitiger Länderdirektor der Friedrich-Ebert-Stiftung in Pakistan.

Dem eigentlichen Gegenstand des Buchs, nämlich dem Krieg im 21. Jahrhundert, gehen etwa 200 Seiten voran, auf denen Hippler die Geschichte des Kriegs vom Anfang der Menschheit bis heute im Schnellverfahren behandelt. Kompetent befasst er sich dabei mit Sozialgeschichte, Psychologie, Organisation, Militärorganisation und der Theorie verschiedener Formen bewaffneter Konflikte. Der Autor will »Leserinnen und Leser vor allem mit Material versorgen, selbst ihre politischen wie ethischen Schlussfolgerungen zu ziehen«.

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