Stele in Berlin: Die Asche der vernichteten Juden


Das Zentrum für Politische Schönheit hat vor dem Berliner Reichstagsgebäude eine Säule „gegen Verrat an der Demokratie“ errichtet.

Arno Widmann | Frankfurter Rundschau

Gedacht als Mahnmal vor dem Berliner Reichstagsgebäude. dpa© (c) Copyright 2019, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Zwischen Bundestag und Bundeskanzleramt, dort wo einst die Krolloper stand, steht seit Montagmorgen eine 2,5 Meter hohe und vier Tonnen schwere Installation. In deren Mitte befindet sich eine Gedenksäule. Sie enthält einen Bohrkern aus einem der nationalsozialistischen Vernichtungslager. Es sind die Überreste menschlicher Asche. Errichtet wurde die Gedenksäule vom Zentrum für Politische Schönheit. Dessen neue Aktion heißt „Sucht nach uns“.

Zentrum für Politische Schönheit  – Denkmal und Broschüre

Die Künstler sind mehr als zwei Jahre lang einer einzigen Frage nachgegangen: Was geschah mit der Asche aus den Verbrennungsöfen der Vernichtungslager? Sie ist nicht verschwunden. Sie ist in jedem der ehemaligen Lager zu finden. Die, die in Flüsse geworfen wurde, ist an deren Biegungen angeschwemmt worden und dort zu sehen. In der Asche sind kleine Knochenstücke. Diesen Überresten begegnet man überall. Das ist kein Geheimnis. Schüler und Erwachsene haben immer wieder kleine Knochenstücke aus dem Boden der Vernichtungslager als Andenken mitgenommen.

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