Heilpflanze mit überraschendem Untermieter


Fleißiger Partner: Die Tataren-Aster ist für ihre medizinisch wirksamen Inhaltsstoffe bekannt – doch offenbar produziert die Pflanze diese Heilmittel gar nicht selbst. Wie Forscher nun herausgefunden haben, ist stattdessen ein Pilz für die Produktion zuständig. Er lebt in den Blütenständen der Astern, kann aber auch unabhängig von ihnen kultiviert werden. Damit ergibt sich die Möglichkeit, die Wirkstoffe der Pflanze auch kommerziell herzustellen.

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Die Tataren-Aster (Aster tataricus) enthält den Arzneistoff Astin nur dank der Hilfe eines Pilzes. © Christiane Henno

Die Natur hat im Laufe der Evolution viele potenzielle Heilmittel hervorgebracht – vor allem Pflanzen enthalten oft Stoffe mit medizinisch nutzbaren Wirkungen. In der traditionellen chinesischen Medizin schon lange als Heilpflanze bekannt ist zum Beispiel die Tataren-Aster (Aster tataricus) und auch die moderne Medizinforschung interessiert sich inzwischen für dieses Gewächs. Der Grund: Die Aster produziert sogenannte Astine, die an ein wichtiges menschliches Regulatorprotein binden. Dadurch können sie womöglich Immunreaktionen unterdrücken und das Wachstum von Tumoren hemmen.

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