UN: 2020 wird für Millionen Menschen „problematisch“


Das OCHA braucht 29 Milliarden US-Dollar für die Hilfe von Notleidenden in Kriegs- und Krisengebieten. Die Empörung in einem Diskussionsforum richtet sich gegen die Überbevölkerung in afrikanischen Ländern und Hilfsorganisationen

Thomas Pany | TELEPOLIS

Das kommende Jahr 2020 wird für Millionen Menschen problematisch, so die „grausame Wahrheit“, die Mark Lowcock heute verkündete. Lowcock ist Koordinator für Soforthilfe, Chef der OCHA (Amt der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten). Die UN-Hilfsorganisation macht heute mit einer breit angelegten Medieninitiative auf die Hilfsbedürftigkeit von weit über 100 Millionen Menschen aufmerksam, die in Not geraten sind oder wahrscheinlich in Not geraten.

In diesem Jahr hätten mehr Menschen als zuvor prognostiziert humanitäre Hilfe benötigt, „hauptsächlich wegen Konflikten und Naturkatastrophen“, so die UN-Presseerklärung zum Global Humanitarian Overview (ausführlicher Bericht hier). Es ist kurz vor Weihnachten, man appelliert an die globale Spendenbereitschaft, wie die Überschrift der Presseerklärung mit einer interessanten Sprachregelung für Spenden verdeutlicht: „Die Vereinten Nationen rufen die Weltgemeinschaft auf, 29 Milliarden US-Dollar im Jahr 2020 in die Menschheit zu investieren.“

Ein Blick in die Daten für die geschätzten Hilfsanforderungen für 2020 weist beinahe auf „Heller und Pfennig“ genau die benötigte Summe von 28.800.890.209 Millionen US-Dollar aus. Auch die Zahl der Menschen, die für 2020 als notleidend („people in need“) ausgewiesen werden, wird bis in die Einerstelle genau beziffert: 167 Millionen 617 Tausend 275 Menschen.

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