Deutschland war 2018 eines der weltweit am stärksten von Wetterextremen betroffenen Länder


Vor allem Hitzewellen und heftige Stürme forderten im vergangenen Jahr in Deutschland viele Todesopfer und hinterliessen Schäden in Milliardenhöhe. Über einen längeren Zeitraum betrachtet, treffen Wetterextreme jedoch Entwicklungsländer stärker.

Stephanie Lahrtz | Neue Zürcher Zeitung

Wegen der Dürre trockneten 2018 in Deutschland vielerorts Weiden aus, wie hier bei Schönebeck in Sachsen-Anhalt. Peter Förster / DPA / AP

Im klimatisch begünstigten Mitteleuropa wähnen wir uns vor Wetterextremen weitgehend sicher und halten mögliche Auswirkungen für überschaubar. Doch dies stimmt keineswegs immer, wie der diese Woche an der Klimakonferenz in Madrid präsentierte Globale Klima-Risiko-Index 2020 (KRI) der Organisation Germanwatch zeigt. Nach diesem war Deutschland im letzten Jahr weltweit das von Wetterextremen am drittstärksten betroffene Land.

Ursache dieser Top-Platzierung war erstens die Dürre und Hitze von April bis August. Dadurch starben mehr als 1200 Menschen, die Ernteausfälle betrugen über 1,2 Milliarden Euro, wenn man die Kaufkraft berücksichtigt (ohne diese Bereinigung sind es laut KRI 3 Milliarden). Zusätzlich richteten zwei Orkantiefs im Januar und im September erhebliche Schäden an. Es ist das erste Mal, dass Deutschland im KRI derart weit vorne landet. Das zeigt, welche beachtlichen Auswirkungen nur schon ein wirklich extremes Wettergeschehen haben kann.

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