Glyphosat, Wissenschaft und Lobbyismus: Monsanto kauft Studien


In zwei Jahren entscheidet die EU erneut über die Zulassung des Pestizids Glyphosat. Der Unkrautvernichter der Firma Monsanto steht im Verdacht, Krebs zu erzeugen und die Artenvielfalt zu zerstören. Umweltschützer*innen fordern daher ein Verbot des Pestizids. Verteidiger*innen der chemisch-industriellen Landwirtschaft halten Glyphosat hingegen für unverzichtbar.

Isabel Röder | taz

Wissenschaftliche Studien sind in diesem Lobbystreit ein wichtiger Bezugspunkt. Dass Monsanto für seine Lobbyarbeit verdeckt Glyphosat-Studien in den USA finanzierte, war schon bekannt. Jetzt wurde öffentlich, dass der Konzern auch seine finanzielle Beteiligung bei mindestens zwei Studien aus Deutschland verschwiegen hat. Das deckten das ARD-Magazin Monitor und LobbyControl in ihren Recherchen auf.

Gegenüber LobbyControl bestätigte Bayer, der jetzige Eigentümer von Monsanto, dass der Konzern zwei Studien des Institut für Agribusiness (IAB) aus Gießen beauftragt und finanziert habe. Beide Studien unterstützen den weiteren Einsatz des Pestizids. Die erste aus dem Jahr 2011 prognostiziert in der EU einen Wohlstandsverlust von 1,4 Milliarden US-Dollar pro Jahr, wenn das Pestizid verboten wird.

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