Hungrige Eisbären nähern sich Dorf am Nordpolarmeer


56 „dünne“ Tiere wurden im Nordosten Russlands in einer besiedelten Region gesichtet. Kinder werden nun mit Bussen zum Kindergarten oder zur Schule gebracht.

DERSTANDARD

Eisbären dringen immer öfter in besiedelte Regionen vor. Im Juni begab sich ein streunendes Tier bis in das russische Norilsk. Foto: REUTERS/STRINGER

Menschen am Polarmeer im Nordosten Russlands müssen wieder hungrige und unterernährte Eisbären fürchten. 56 Tiere seien in den vergangenen Tagen in der Nähe des Dorfes Ryrkaipij gesichtet worden, teilte die Umweltstiftung WWF in Moskau mit. „Fast alle Bären sind dünn.“ Patrouillen sollen auf der Tschuktschen-Halbinsel nun verhindern, dass die Tiere zu den Häusern gelangen.

Die Zahl der Mitarbeiter sei aufgestockt worden. Eisbären sind in der Region nach Angaben der Umweltschützer zwar zu Hause. Ungewöhnlich sei aber, dass sich so viele in eine besiedelte Region wagten. In dem Dorf sind deswegen den Angaben nach sämtliche öffentliche Veranstaltungen abgesagt worden. Kinder werden demnach mit Bussen zum Kindergarten oder zur Schule gebracht.

weiterlesen