Legalistischer Islam: Neue Formen muslimischer Religiosität


Während der extremistische Islamismus immer weniger Zulauf hat, wird der legalistische Islam immer stärker. Wissenschaftler warnen, dass dieser zwar gewaltfrei sei, aber versuche, seine antidemokratischen und unfreiheitlichen Wertvorstellungen politisch durchzusetzen.

Ingeborg Breuer | Deutschlandfunk

„Bei mir war‘s so, ich hab den Islam an sich nie kennengelernt, sondern bin sofort in die Extremform eingestiegen. Das passiert durch Leute, die für diese Richtung werben.“

Irfan Peci, in Serbien geboren, in Deutschland aufgewachsen, rief als Jugendlicher zum „Heiligen Krieg“ gegen die Ungläubigen auf. Mit 19 wurde er verhaftet, ließ sich zeitweise als V-Mann für den Verfassungsschutz anwerben. Zentral für seine islamistische Radikalisierung sei die Gewissheit gewesen, so der heute 30-Jährige, dass Muslime höherwertig als Andersgläubige seien. Und dass Muslime immer Opfer von Gewalt und Diskriminierung seien.

„Minderwertiger deutscher Ungläubiger sagt etwas, das einen verletzt“

„Da waren dann die Botschaften attraktiv, dass man Teil einer großen Sache ist, eine göttliche Mission. Du bist nicht Teil der Gesellschaft. Diese aggressive Grundeinstellung, dass man selbst als Moslem mehr wert ist. Und wenn dann so ein minderwertiger deutscher Ungläubiger etwas sagt, das einen das verletzt und man dann Gewalt anwendet.“

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