Massenvergewaltigung in Indien: Polizei erschiesst alle vier Verdächtigen


Bei einer Tatortbegehung tötet die Polizei die Verdächtigen einer Massenvergewaltigung, die für Proteste in Indien gesorgt hatte. Die Beschreibung des Vorfalls durch die Behörden weckt Zweifel – doch die Beamten erhalten Applaus.

Ulrike Putz | Neue Zürcher Zeitung

Von der Bevölkerung gefeiert: Polizisten werden von einer Menschenmenge, die sich am Ort, an dem die Tatverdächtigen erschossen wurden, versammelt hat, mit Blütenblättern bestreut. Mahesh Kumar / AP

Hyderabad hat die Polizei in einer spektakulären Wendung alle vier Verdächtigen erschossen. Die Männer, allesamt LKW-Fahrer im Alter zwischen 20 und 24 Jahren, starben am frühen Freitagmorgen, als Beamte das Feuer auf sie eröffneten – angeblich aus Gründen der Selbstverteidigung. Die Verdächtigen waren zuvor von den Polizisten an den Ort gebracht worden, an dem sie die 27-jährige Priyanka Reddy am Mittwoch vergangene Woche vergewaltigt, stranguliert und schliesslich in Brand gesteckt haben sollen. Laut der Polizei sollte die Besichtigung des Tatorts mit den Hauptverdächtigen dazu beitragen, das Verbrechen aufzuklären. Die mutmasslichen Täter hätten sich jedoch losgerissen und versucht, den Polizisten ihre Waffen zu entreissen. Bei dem darauffolgenden Schusswechsel hätten alle vier Verdächtigen den Tod gefunden, zwei Beamte seien verletzt worden, teilte die Polizei in Hyderabad mit.

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