Rätsel gelöst: Wie aus Staubkörnern Planeten werden


Bisher stellte die sogenannte Kollisionsbarriere ein Problem dar: Millimeterkleine Körnchen sollten im All eigentlich voneinander abprallen

DERSTANDARD

In sogenannten protoplanetaren Scheiben werden Planeten geboren. Wie das ganz zu Beginn abläuft, war bisher ein Rätsel. Illustr.: NASA/JPL-Caltech

Die Keimzellen künftiger Planeten entstehen in sogenannten protoplanetaren Scheiben. Dabei handelt es sich im Grunde um Ansammlungen von Gas und Staub, die um die jungen Sterne kreisen. Nach der aktuell am besten belegten Theorie geht das folgendermaßen vor sich: Mikrometerkleine Straubkörner lagern sich aneinander, bilden größere Konglomerate und vereinen sich schließlich weiter zu sogenannten Planetesimalen, den eigentlichen Planetenkeimen. Sobald die Klumpen Durchmesser von einigen Metern erreicht haben, wirkt sich die Gravitation immer stärker aus und das Wachstum beschleunigte sich.

Bisher allerdings war eine Zwischenphase zu Beginn dieser Entwicklung weitgehend rätselhaft: Sind die Teilchen ein Millimeter oder größer, sollten sie eigentlich voneinander abprallen, was die weitere Zusammenballung verhindern würde. Nun aber könnten Physiker der Universität Duisburg-Essen (UDE) dieses Rätsel gelöst zu haben. In Experimenten konnten die Forscher nachweisen, dass sich die kollidierenden Staubkörner offenbar elektrisch aufladen und deswegen aneinander haften.

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