Nach 21 Jahren: Mordfall in Schweizergarde soll neu aufgerollt werden


Ein Doppelmord am Kommandanten der Schweizergarde und seiner Frau hatte 1998 in aller Welt Entsetzen ausgelöst. Nun behauptet eine Anwältin, „neue Beweise“ zu haben. Sie will den Fall erneut vor Gericht bringen.

katholisch.de

21 Jahre nach einem Doppelmord bei der päpstlichen Schweizergarde will die Familie des mutmaßlichen Täters den Fall neu aufrollen lassen. Wie italienische Medien am Freitag berichteten, beantragte die Anwältin Laura Sgro Akteneinsicht beim vatikanischen Gericht. Aus ihrer Sicht gebe es zahlreiche Unstimmigkeiten bei der Rekonstruktion des Hergangs.

Der Anwältin zufolge lägen „neue Beweise“ vor, die mit den vorhandenen Dokumenten verglichen werden müssten. Sobald sie Kenntnis der Unterlagen habe, werde sie ihren Beraterstab vervollständigen, hieß es. In einem anderen Fall vertritt Sgro auch die Familie von Emanuela Orlandi, einer 1983 verschleppten Vatikanbürgerin, deren Schicksal bis heute ungeklärt ist.

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