IS-Unterstützerin wird härter bestraft, als es die Anklage forderte


Eine 41-jährige IS-Unterstützerin ist zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Bei der aus Bremen stammenden Frau habe keine ernsthafte Abkehr vom IS stattgefunden, so die Richterin.

WELT

Das Hanseatische Oberlandesgericht hat eine Unterstützerin der Terrormiliz Islamischer Staat zu fünf Jahren und neun Monaten Haft verurteilt. Es wurde als erwiesen angesehen, dass die gebürtige Bremerin sich der Unterstützung einer terroristischen Vereinigung im Ausland in vier Fällen schuldig gemacht hat. Bei der Angeklagten handele es entgegen ihrer eigenen Aussage „nicht um eine gutgläubige und naive“, sondern um eine „berechnende, hoch konspirative und manipulative“ Person – davon ist das Gericht überzeugt.

„Eine ernsthafte Abkehr der Angeklagten vom IS hat nicht stattgefunden“, begründete die Vorsitzende Richterin am Montag in Hamburg ihr Urteil. Das Gericht ging mit seinem Urteil über die Forderung der Anklage hinaus, die fünfeinhalb Jahre Gefängnis verlangt hatte. Die Verteidigung hatte auf Freispruch plädiert.

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