Kreationistisches Dilettieren über Atheismus und Wissenschaft


Hat die Wissenschaft Gott beerdigt? Auf diese und ähnliche Fragen suchte Althistoriker Dr. Jürgen Spieß beim „Gesprächsforum Leben + Glauben Gießen“ im Hotel Steinsgarten vor 60 Zuhörern Antworten.

Franz Ewert | Gießener Anzeiger

Ein Teil der Wissenschaft(ler) habe dies sicher getan, ein Teil dagegen dezidiert nicht. Beide „Lager“ stehen dabei auf der Grundlage, die sich „Glauben“ nennt. Denn ohne Glauben, der im Sinne von Vertrauen eine Grundstruktur des Lebens sei, könne niemand leben. So glauben die einen an Gott als Schöpfer, Erhalter und Vollender alles Lebens und Seins, die anderen eben nicht. Letztere folgen der These von Richard Dawkins – Autor unter anderem des Buches „Der Gotteswahn“, dass Glauben an Gott „blind“ sei, Wissenschaft dagegen auf Belegen beruhe. Aber auch diese Einstellung ist laut Spieß letztlich „Glauben“.

In diesem Sinne ist auch seine Antwort auf die zweite Frage „Glaube UND Wissenschaft oder Glaube ODER Wissenschaft“ folgerichtig: Glaube und Wissenschaft schließen sich nicht aus, bedingen einander gar. Gott sei im Sinne von Naturwissenschaft nicht erforschbar, weil er nicht Teil der Schöpfung ist. Und damit auch nicht „Teil“ der Welt, sondern deren Schöpfer.

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