Smartphones sorgen für mehr Verkehrstote als Alkohol

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Mehrere Stunden täglich nutzen die Deutschen ihr Smartphone – nicht nur zuhause, sondern auch im Straßenverkehr. Erste Statistiken zeigen nun, wie häufig das zu Unfällen führt. Forscher fordern nun ein Verbot.

Annett Stein | WELT

Sie zwingen Busfahrer zur Notbremsung, stolpern über geparkte E-Scooter, laufen andere Passanten um: Aufs Smartphone starrende Fußgänger sind allgegenwärtig – und eine immense Gefahr für sich und andere. „Inzwischen piept ein Smartphone ständig wegen irgendetwas oder hat vermeintlich Interessantes zu bieten“, sagt Uwe Janssens, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI). „Das ist eine unglaubliche Ablenkung für Verkehrsteilnehmer.“

Nach Daten der österreichischen Bundesanstalt Statistik Austria gehe dort inzwischen jeder fünfte Fußgängerunfall auf Ablenkung durchs Handy zurück, sagt Janssens, Chefarzt an der Klinik für Innere Medizin und Internistische Intensivmedizin des St.-Antonius-Hospitals Eschweiler. Ein Test der Universität Braunschweig habe schon vor Jahren gezeigt, dass rund 13 Prozent von 12.000 in mehreren Städten erfassten Autofahrern abgelenkt waren, die meisten vom Tippen auf ihrem Handy. Und bei einer im April präsentierten Verkehrszählung des Automobilclubs „Mobil in Deutschland“ mit rund 50.000 Fahrzeugen habe jeder 16. Autofahrer am Steuer sein Handy in der Hand gehabt.

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