Theologin Hahn: Sinkende Akzeptanz des Kirchenrechts alarmierend


Immer weniger Kirchenmitglieder sehen die kirchlichen Rechtsnormen als plausibel und damit legitim an. Für eine Kirche, die ihrem Selbstverständnis nach eine Rechtsgestalt brauche, sei das problematisch, warnt die Kirchenrechtlerin Judith Hahn.

katholisch.de

Die Bochumer Kirchenrechtlerin Judith Hahn sieht in der sinkenden Akzeptanz kirchlicher Rechtsnormen durch Gläubige ein Problem für die katholische Kirche als Ganze. Da für eine wachsende Zahl von Katholiken das Kirchenrecht nur noch wenig Bedeutung habe, stütze es sich „auf einen Verbindlichkeitsanspruch, der weitgehend ins Leere läuft“, schreibt Hahn am Montag in einem Beitrag des theologischen Feuilletons „feinschwarz.net“. Für eine Kirche, die ihrem Selbstverständnis nach eine Rechtsgestalt brauche, sei der Befund alarmierend. Es entstünde ein ekklesiologisches Problem, das letztlich zu einer „Phantomkirche“ führe.

Die Akzeptanz des Kirchenrechts stehe vielfach in Abrede, so Hahn weiter. „In dem Maße, in dem sich die Kirche pluralisiert, gerät das kirchliche Offenbarungs- und Naturrecht unter Illegitimitätsverdacht.“

weiterlesen

3 Comments

  1. “ sinkende Akzeptanz kirchlicher Rechtsnormen durch Gläubige ein Problem für die katholische Kirche“
    – aber ein wachsender Hoffnungsschimmer für die Menschheit.

    Liken

Kommentare sind geschlossen.