„Steinfresser“-Bakterien nachgewiesen


Vom Fels zum Boden: Bakterien spielen offenbar eine größere Rolle für die Gesteinsverwitterung als bislang gedacht. Denn einige Mikroben können das Gestein förmlich zerfressen, wie nun Forscher entdeckt haben. Dafür produzieren diese Bakterien spezielle Proteine, mit denen sie das im Felsuntergrund enthaltenen Eisen oxidieren. Sie gewinnen dadurch Energie, das Gestein aber zerfällt im Laufe der Zeit.

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Die Präsenz bestimmter Bakterien trägt zur Zersetzung von Mineralen bei – hier rechts an den vielen winzigen Grübchen und Kerben im Vergleich zur sterilen Probe links zu erkennen. © Stephanie Napieralski

So vielseitig die Böden der Erde auch sind, sie alle haben ihre Ursprung letztlich in der Verwitterung von Gestein. Durch chemische oder physikalische Prozesse wird dabei der Felsuntergrund aufgebrochen und chemisch zersetzt. Erst dieser Prozess setzt die mineralischen Nährstoffe frei, die dann Mikroorganismen und Pflanzen als Nahrung dienen. Bisher aber war unklar, inwieweit Mikroben schon beim ersten Schritt der Verwitterung, dem Zersetzen des Gesteins in kleinere Brocken, mitwirken.

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