Geben und Nehmen in den Religionen: Atheismus


Auch Atheisten und Agnostiker feiern an den Weihnachtstagen, aber ganz ohne religiöse Botschaft. Es gibt weder einen Erlöser noch ein Geschenk des Himmels. Geschenke spielen aber eine Rolle, denn das Schenken könne beglücken, sei aber nie selbstlos, sagt der Philosoph Joachim Kahl.

Mechthild Klein | Deutschlandfunk

Weihnachtsabend bei dem Ehepaar Kahl in Marburg. Joachim Kahl ist Philosoph und Atheist. Weihnachten wird auch bei dem Atheisten gefeiert – sogar mit Tannenbaum.

Joachim Kahl sagt: „Ohne das religiöse Brimborium, da ist kein Welterlöser geboren. Das kann einfach wegfallen. Das Leben wird dadurch ehrlicher. Aus religiöser Sicht wird es leerer. Aber das ist nur aus religiöser Sicht so. Das Leben hat auch ohne Religion seine eigenen Reize. Kann es jedenfalls haben.“

Joachim Kahl ist Ehrenmitglied im Humanistischen Verband Deutschlands. Der Philosoph schätzt zwar die christliche Folklore, die Kultur dahinter: Zum Beispiel Weihnachtsoratorien und auch die Schenktradition.

„Geschenke natürlich! Obwohl meine Frau und ich schon seit Jahrzehnten einen wechselseitigen Verzicht auf Weihnachtsgeschenke verabredet haben.“

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