Älteste Spuren eines Waldes entdeckt


Wälder bilden heute ein buchstäblich herausragendes Element der Natur. Doch wie und wann entstanden die ersten dieser Pflanzengesellschaften auf unserem Planeten? Forscher haben nun die Spuren eines Waldes entdeckt, der einige Millionen Jahre älter ist als der bisherige Rekordhalter. Er wuchs vor etwa 386 Millionen Jahren im Nordosten der heutigen USA und bestand offenbar bereits aus unterschiedlichen Arten. Der Übergang zu Wäldern, wie wir sie heute kennen, spielte sich den Untersuchungsergebnissen zufolge früher ab als bisher gedacht.

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Fossiles Wurzelsystem eines urtümlichen Baumes am neuen Fundort. (Bild: Charles Ver Straeten)

Aus früheren Funden ging bereits hervor: Die „Wurzeln“ der Bäume reichen bis ins Zeitalter des Devon zurück. Damals entwickelten sich aus vergleichsweise kleinen Pflanzen die ersten Gewächse mit einem Stamm und einer Krone, die sich mehrere Meter über den Erdboden erhob. Durch diesen Aufbau überragten die Ur-Bäume andere Pflanzen und machten Karriere: Sie breiteten sich aus, bildeten verschiedene Arten und verwandelten die Erde schließlich in einen bewaldeten Planeten. Dadurch entstanden neue Bedingungen, die den weiteren Verlauf der Evolution prägen sollten. „Die Auswirkungen der ersten Wälder waren drastisch: Sie veränderten die Erdoberfläche, die Atmosphäre und das globale Klima für immer“, sagt William Stein von der Binghamton University.

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