Astronomen entdecken Nahrungsquelle schwarzer Löcher im frühen Universum


Wie konnten supermassereiche schwarze Löcher in der Frühzeit des Universums so groß werden? Astronomen kommen mit neuen Beobachtungen einer Antwort auf die Spur.

Tanja Banner | Frankfurter Rundschau

Ein Halo aus glühendem Wasserstoffgas (blau) umgibt einen Quasar im frühen Universum. Der Quasar hat zwei orange Jets, im Zentrum befindet sich ein supermassereiches schwarzes Loch.
© ESO/M. Kornmesser
  • Es gibt gigantisch große, uralte schwarze Löcher. Doch wie konnten sie in der Frühzeit des Universums so groß werden?
  • Die Beobachtung von 31 Quasaren bringt Astronomen auf die Spur einer Antwort
  • Im Einsatz war dafür das „Very Large Telescope“ der Europäischen Südsternwarte ESO

Wie konnten supermassereiche schwarze Löcher ganz früh in der Geschichte des Universums so groß werden? Das fragen sich Astronomen schon lange. Sie gehen davon aus, dass diese ersten schwarzen Löcher sich aus dem Kollaps der ersten Sterne gebildet haben. Doch wodurch haben sie sich ernährt? „Die Anwesenheit dieser frühen Geschöpfe mit einer Masse, die mehrere Milliarden Mal so groß ist wie die unserer Sonne, ist ein großes Geheimnis“, erklärt Emanuele Paolo Farina vom Max-Planck-Institut für Astronomie in Heidelberg in einer Mitteilung der Europäischen Südsternwarte (ESO). 

Doch nun sind die Forscher einer der Lösung auf der Spur. „Wir können nun zum ersten Mal zeigen, dass primordiale Galaxien in ihrer Umgebung genügend Nahrung haben, um sowohl das Wachstum supermassereicher schwarzer Löcher als auch die erhöhte Sternentstehung zu füttern“, so Farina. Für ihre Studie, die in der Fachzeitschift „The Astrophysical Journal“ veröffentlicht wurde, beobachteten die Forscher um Farina 31 Quasare. 

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