Als der Gefährder in Frankfurt landet, warten die Beamten schon

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Die Reisefreiheit im Schengen-Raum wird immer wieder von Kriminellen ausgenutzt. Das zeigt auch der Fall eines Gefährders, der mit dem Flugzeug aus Spanien nach Deutschland einreisen wollte. Doch die Grenzkontrollen wurden nach dem Fall Miri intensiviert.

Manuel Bewarder, Tim Röhn | WELT

Als Anfang Dezember ein Flugzeug aus dem spanischen Las Palmas in Frankfurt am Main landete, da hatten sich die deutschen Behörden bereits auf einen der Passagiere vorbereitet. Aus Dokumenten, die WELT vorliegen, geht hervor, dass Beamte auf den 27-jährigen marokkanischen Staatsangehörigen zugingen, sein Gepäck durchsuchten. Der Mann legte zwar seinen marokkanischen Reisepass vor, ein erforderlicher Aufenthaltstitel fehlte ihm jedoch. Also wurde ihm die Einreise verweigert. Das Innenministerium bestätigte einen solchen Fall, wollte aber keine genaueren Angaben machen.

Ähnliche Fälle gibt es an deutschen Flughäfen immer wieder. Die Zahl der festgestellten irregulären Einreiseversuche über den Luftweg war zum Beispiel bis zur Jahreshälfte im Vergleich zu 2018 leicht gestiegen – es waren mehr als 5000. Allerdings heißt es mit Blick auf diese Werte aus Sicherheitsbehörden, dass man insbesondere bei Flügen aus Schengen-Staaten von einem großen Dunkelfeld ausgehen müsse. Denn hier sind Grenzkontrollen nicht die Regel, und kaum jemand, der illegal einreist, fällt auf.

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