Nord Stream 2: Baustopp nach US-Sanktionen


Die Fertigstellung der Ostsee-Pipeline wird durch Strafmaßnahmen nicht verhindert, wohl aber verzögert. Kritik aus Moskau und Berlin.

Die Presse

Nach dem Erlass neuer US-Sanktionen gegen die Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 wurden die Bauarbeiten vor Ort zunächst ausgesetzt. Die Maßnahmen, die US-Präsident Donald Trump am Freitagabend (Ortszeit) in Kraft setzte, zielen gegen die am Bau beteiligten Firmen. Darunter ist etwa das Schweizer Unternehmen Allseas, das mit Spezialschiffen Pipelinerohre verlegt. Durch die Sanktionen drohen Allseas Strafmaßnahmen – deren Verhängung man offensichtlich nicht riskieren will. Es fehlen noch rund 300 Kilometer Strecke.

Die Sanktionen werden die Fertigstellung von Nord Stream 2 nicht verhindern, wohl aber verlangsamen. Zudem treiben sie die Kosten für das internationale Betreiberkonsortium in die Höhe. Sollte Allseas die Arbeiten nicht fortführen, könnte ein russisches Spezialschiff die Verlegung beenden.

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