Papst will tiefgreifende Reformen: „Keine christliche Leitkultur mehr“


Das Christentum sei keine dominante Größe mehr, es brauche einen Wandel in der Seelsorge und einen missionarischen Neuaufbruch: Mit deutlichen Worten schwört Papst Franziskus die Kurienleiter auf Veränderungen in der Kirche ein – und warnt vor Versuchungen, „sich in die Vergangenheit zurückzuziehen“.

katholisch.de

Kurz vor Weihnachten hat Papst Franziskus die Kirchenleitung auf durchgreifende Veränderungen eingeschworen. Das Christentum sei keine dominante Größe mehr, sagte er in seiner traditionellen Ansprache vor Kurienleitern am Samstag. Es brauche Wandel in der Seelsorge und einen missionarischen Neuaufbruch, aber auch neue Formen der Kommunikation in der Kirche. Franziskus warnte vor den Versuchungen, „sich in die Vergangenheit zurückzuziehen“ und zu erstarren.

Von der Situation des Christentums zeichnete der Papst ein nüchternes Bild. „Wir haben keine christliche Leitkultur, es gibt keine mehr! Wir sind heute nicht mehr die einzigen, die Kultur prägen, und wir sind weder die ersten noch die, denen am meisten Gehör geschenkt wird“, sagte er.

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