Erdmaterial stammt zum Teil von roten Riesensternen


Der Anteil von Sternenstaub aus Roten Riesen ist auf der Erde viel größer als erwartet, fanden nun Schweizer Forscher heraus

DERSTANDARD

Auch die Sonne wird in vier bis fünf Milliarden Jahren zu einem Roten Riesen werden. Foto: Nasa

„Wir sind Sternenstaub der über die Sterne nachdenkt und der sich Gedanken über die Evolution der Masse macht. Hier auf dem Planeten Erde hat er das Bewußtsein erlangt und möglicherweise auch an anderen Stellen im Kosmos“, erklärte einst der berühmte US-Astrophysiker Carl Sagan. Tatsächlich wurden die schwereren Elemente des Universums in sterbenen Sternen geschaffen. Aber nicht nur die Elemente selbst, auch interstellarer Staub hat seine Quelle in den Sternen.

Vor rund 4,5 Milliarden Jahren kollabierte rund 26.000 Lichtjahre vom Kern der Milchstraße entfernt eine solche interstellare Molekülwolke. In ihrem Zentrum wurden zunächst die Sonne und in weiterer Folge die Erde und die übrigen Planeten gebildet. In dem gut durchmischten interstellaren Material befanden sich vereinzelte exotische Staubkörnchen. „Sternenstaub, der um andere Sonnen entstand“, erklärt Maria Schönbächler von der ETH Zürich. „Als die Planeten geboren wurden, bekam jeder seine eigene Mischung.“

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