Der Himmel über Berlin aus Sicht einer Fledermaus


Künstliche Beleuchtung in der Nacht wirkt sich auf viele Spezies aus. So haben Wissenschafter etwa herausgefunden, dass Straßenbeleuchtung das Brutverhalten von Vögeln beeinflusst und urbane Spinnen sich an die Lichtverschmutzung angepasst haben und diese sogar gezielt nutzen, um mehr Beute zu fangen. Doch wie reagieren nachtaktive Säugetiere wie Fledermäuse auf die beleuchtete Stadtlandschaft?

DERSTANDARD

Für die Jagd wagen sich die Fledermäuse teilweise in Gebiete mit verstärkter künstlicher Beleuchtung. Foto: Voigt/Gras/Leibniz-IZW

Das haben Forscher des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung gemeinsam mit internationalen Kollegen an der Fledermausart Großer Abendsegler (Nyctalus noctula) untersucht. Sie statteten die Tiere mit Mini-GPS-Sendern aus und zeichneten ihre Flugbahnen am Himmel über Berlin auf. Dabei zeigte sich, dass die Großen Abendsegler hell erleuchtete, bebaute Flächen meiden. Dunkle Korridore wie Stadtforste, Parks oder Wasserläufe sind hingegen von großer Bedeutung, um Nahrungsgebiete und Quartierplätze zu erreichen.

weiterlesen