Erstmals Quantenteleportation zwischen Siliziumchips gelungen


Da sich in der Welt der Quantenphysik prinzipiell Information wie durch Geisterhand von einem Ort an den anderen verschieben lässt, könnte auch die Datenübertragung der Zukunft so funktionieren. Im Quanteninternet müsste die flüchtige Information aber auch verlässlich kopiert und weitergeleitet werden können. Physiker haben nun im Fachblatt „Nature Physics“ einen neuen Ansatz dazu vorgestellt.

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Erstmals konnten Quantenzustände zwischen Siliziumchips teleportiert werden. Illustration: ÖAW/Pete Linforth/Pixabay

Das internationale Team mit Beteiligung von Marcus Huber vom Institut für Quantenoptik und Quanteninformation (IQOQI) Wien der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) hat sich mit der Frage auseinandergesetzt, wie sich umgehen lässt, dass in der Quantenmechanik Information nicht einfach kopiert werden kann. Um im Quanteninternet nämlich Daten über weitere Strecken ohne Verlust zu übertragen, müssten diese – wie im herkömmlichen Internet auch – zwischen verschiedenen Knoten mit einem sogenannten Repeater regelmäßig aufgefrischt werden.

Eine Lösung liegt im seltsamen Phänomen der Quantenverschränkung: Die macht es möglich, dass zwei Teilchen – etwa Lichtteilchen (Photonen) – wie durch Geisterhand miteinander verbunden bleiben. Die Messung an einem legt unmittelbar den Zustand des anderen fest, auch wenn sie beliebig weit voneinander entfernt sind. Man spricht in dem Zusammenhang von Quantenteleportation.

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