Im Erdkern schneit es


Glühendheißer „Schnee“: An der Grenze zwischen dem äußeren und inneren Erdkern schneit es – es fallen Flocken aus kristallinem Eisen. Dieser Eisenschnee türmt sich stellenweise mehr als 300 Kilometer hoch auf und bildet eine halbfeste, flockige Übergangsschicht, wie ein auf seismischen Daten beruhendes Modell nahelegt. Diese Schicht könnte erklären, warum Bebenwellen in dieser Zone stärker abgebremst werden als sie dürften.

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Aus dem äußeren Erdkern fällt Schnee aus Eisenflocken auf den inneren Kern und türmt sich dort auf. © Johannes Gerhardus Swanepoel/ iStock

Der Kern unseres Planeten gibt noch immer Rätsel auf. Klar ist zwar, dass der innere Kern fest ist und der äußere flüssig und dass beide aus Eisen mit ein wenig Nickel bestehen. Doch weder die Wärmeleitfähigkeit noch das Alter des festen Kerns sind eindeutig bestimmt und auch die für das Magnetfeld wichtigen Strömungen im äußeren Erdkern sind  nicht vollständig kartiert. Zudem scheint die Grenze zwischen beiden Kernteilen zu wandern – an einigen Stellen schmilzt sie, an anderen wächst sie.

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