Bibelbund pocht auf Homo-„Heilung“


Evangelikale Homo-Hasser wollen das geplante Verbot von „Konversionstherapien“ nicht hinnehmen. Der Gesetzentwurf der Bundesregierung sei ein „staatlicher Angriff auf christliche Seelsorge“.

QUEER.de

Kriminelle Aktivitäten: In seinem Spielfilm „Der verlorene Sohn“ (Originaltitel: „Boy Erased“) spielte Regisseur Joel Edgerton den christlichen Homo-„Heiler“ Victor Sykes (Bild: Universal Pictures Germany)

Der evangelikale Bibelbund ruft zum Widerstand gegen das von der Bundesregierung geplante Verbot von Pseudotherapien gegen Homosexualität auf. „Nun ist es leider soweit, dass sexuell verunsicherten Jugendlichen gesetzlich jede bibelzentrierte Orientierungshilfe entzogen wird“, schrieb der Bibelbund-Vorsitzende Michael Kotsch in einem am Montag veröffentlichten Gastkommentar auf kath.net.

Wer homosexuelle oder trans Menschen mit einer „Konversionstherapie“ umzupolen versucht, muss künftig mit einer Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr rechnen. Das Bundeskabinett stimmte in der vergangenen Woche einem Gesetzentwurf (PDF) von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zu, der das Anbieten, Bewerben oder Vermitteln solcher Behandlungen unter Strafe stellt. „Wo sie durchgeführt werden, entsteht oft schweres körperliches und seelisches Leid“, erklärte Spahn. In Kraft treten soll das Gesetz voraussichtlich Mitte kommenden Jahres (queer.de berichtete).

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