NRW-Apostel warnen vor Schattenseiten der Digitalisierung: „Gott kommt in echt!“


Digitalisierung, Umweltschutz und politische Radikalisierung bewegen die katholischen und evangelischen Bischöfe in Nordrhein-Westfalen in ihren Weihnachtspredigten.

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Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki warnte vor Gefahren der Digitalisierung. „Künstliche Intelligenz“ (KI) nehme immer neue Züge an und orientiere sich nicht nur an menschlicher Logik, sondern auch an Gefühlen, sagt der Erzbischof im Kölner Dom. „Humanoide Roboter können bereits streicheln, lachen und weinen.“ Sie imitierten aber nur menschliche Nähe. Diese ließe sich aber durch nichts ersetzen. Weihnachten erzähle davon, dass das Kind in der Krippe keine digitale Repräsentation Gottes ist. „Gott kommt in echt!“

Zwar sollten digitale Assistenten wie Alexa nicht gleich verdammt werden, sagte Münsters Bischof Felix Genn. Doch durch solche Programme würden die Menschen immer gläserner und durchschaubarer. „Ich, der ich so viel bestimmen kann, werde schließlich selbst bestimmt und verliere auf unmerkliche Weise meine Freiheit“, warnte der Bischof.

„Wir haben gegen die Schöpfung gesündigt“

Der rheinische Präses Manfred Rekowski rief zu einem sensiblen Umgang mit dem Weihnachtsfest auf. „Weihnachten ist viel mehr als die Dosis Sentimentalität, die man sich alle Jahre wieder einmal gönnt“, sagte er. „Weihnachten ist Gottes Ja zur Menschlichkeit und sein Nein zur Zerstörung des Lebens.“

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