Baba Erdoğans Blockaden


Anfang November 2019 flatterte ein wichtiger rechtlicher Hinweis zum Brightsblog, in der Türkei, ins Postfach.

WordPress teilte mit, dass auf Anordnung einer türkischen Behörde dieses Blog in der Türkei gesperrt sein wird.

Unter bestimmten Umständen können wir die Sperre aufheben, wenn Sie sich dazu entschließen, den fraglichen Inhalt vollständig zu entfernen. In Fällen politischer Zensur möchten wir Sie jedoch nicht dazu ermutigen.

WordPress.com

Der beanstandete Inhalt wurde natürlich nicht gelöscht und somit die Sperrung des Blogs in der Türkei effektiv.

Beanstandet wurde ein Post vom 21. Oktober 2019, Wie Erdogan den Islam für seine Kriegspropaganda missbraucht. Veröffentlicht von Domradio.de. Kritisiert werden in besagtem Artikel die staatlich verordneten Gebete für den Sieg türkischer Truppen bei der Nord-Syrien-Aggression. Der unerschütterliche Glaube an Allah gebe den Streitkräften der Türkei die Macht gegen die terroristischen Kurden der YPG ins Feld zu ziehen. Ali Erbas, Vorbeter der türkischen Religionsbehörde Diyanet im nationalistischen Größenwahn, religiös konnotiert. Das ist Mittelalter. Oder Schlimmeres. Die durchaus faschistisch zu nennende Ideologie der Muslimbruderschaft. Derartiges droht, wenn sie an die Macht kommen.

„die Botschaft der Salafyyia, die Wahrheit der Sufis, eine politische Organisation, eine athletische Gruppe von Menschen, eine bildungskulturelle Vereinigung, eine ökonomische Einheit und nicht zu letzt eine soziale Idee, ist die Bewegung der Muslim-Bruderschaft.“

Hassan al-Banna

In diesem Sinne sind die Freiheitskämpfer der kurdischen YPG atheistische Terroristen, die es gilt zu vernichten.

Erdoğan nun sieht sich nicht nur von seinem Allmächtigen berufen, hat er doch in den letzten Jahren die Re-Islamisierung der Türkei verwirklicht, auf eben jener Grundlage, die seinerzeit vom Gründer der Muslimbruderschaft, Hassan al-Banna, formuliert wurde. Erdoğans Sprache, Auftreten, Aktionen, politisches Handeln hat er aus seiner Zeit in Istanbul übernommen. Istanbuler Teppich-und Parkplatz-Mafia, der Baba halt, Mafia-Boss oder Osmanen-Proll.

Während westliche Medien ob nun klassisch oder im Internet den rechtlichen Grundsätzen ihrer Verfassungen unterliegen, können Medien, politisch Aktive, in der Türkei rechtsstaatliche Grundsätze nicht für sich einfordern, Präsidentenbeleidigung oder Terroristen, Erdogans durchaus fragwürdige Normative einer Ganovenehre. Ist der Möchtegern-Sultan, oder meint er in seiner Ehre gekränkt zu sein, werden die Hofschranzen aktiv, Meinungen diktatorisch unterbunden, greifbare Kritiker eingesperrt.

Jedem, der meint Erdogan die Hände reichen zu müssen, um Geschäfte zu besiegeln, Menschenrechte außer Kraft zu setzen, stillschweigend die brutalen Ungeheuerlichkeiten Erdoganscher Gewaltpolitik duldend, muss klar sein, dass etwas von dem Dreck an den Pfoten des Osmanen-Prolls an ihm hängen bleibt. Mit Faschisten, Ganoven wie Erdogan spielt man nicht.

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