Moskauer Patriarch bricht mit weiterem Kirchenoberhaupt: Gespaltene Orthodoxe


Im Streit um die Ukraine hat die russisch-orthodoxe Kirche gegen eine weitere orthodoxe Kirche drastische Sanktionen verhängt. Das oberste Leitungsgremium kündigte die eucharistische Gemeinschaft mit Patriarch Theodoros II. von Alexandrien und ganz Afrika auf.

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Diesen Schritt teilte das Moskauer Patriarchat am Donnerstagabend. Die russische Kirche verurteilte zugleich Theodoros‘ Anerkennung der neuen eigenständigen orthodoxen Kirche als Verstoß gegen das Kirchenrecht. Das Leitungsgremium drückte „tiefe Trauer im Zusammenhang der antikanonischen Aktionen des Patriarchen von Alexandrien Theodoros aus, der sich mit Schismatikern verbunden hat“. Es sei unmöglich, seiner weiter in den Gottesdiensten zu gedenken. Theodoros II., der in der orthodoxen Rangordnung an zweiter Stelle hinter dem Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios I. von Konstantinopel steht, werde daher aus der Namensliste der orthodoxen Patriarchen, dem Diptychon, gestrichen.

Bereits zuvor hatte die russisch-orthodoxe Kirche mit Bartholomaios I. und dem Oberhaupt der griechisch-orthodoxen Kirche, Erzbischof Hieronymos, gebrochen. Beide Kirchenoberhäupter erkannten ebenfalls die 2018 gegründete ukrainische Kirche an.

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