Die Biologie der glücklichen Liebe


Warum gibt es die romantische Liebe? Warum die Zweierbeziehung? Der Evolutionsbiologe Thomas Junker sucht in unserer Abstammung nach Antworten auf diese Fragen. Seine These: Die Paarbeziehung steckt in unseren Genen. Wer diese und andere biologischen Grenzen zu sehr überschreitet, der kann nicht glücklich werden, ist er sich sicher.

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Ist die dauerhafte Zweier-Beziehung ein kulturelles Konstrukt ist oder ist sie natürlich? Fragt man den Evolutionsbiologen und Biologiehistoriker Thomas Junker, ist die Antwort eindeutig: Die dauerhafte Paarbeziehung ist kein rein kulturelles Konstrukt sondern liegt in unserer Natur, zumindest die temporäre Zweierbeziehung – um die Aufzucht unseres Nachwuchses zu gewährleisten.

„Die romantische Liebe, die dauerhafte Paarbindung und dieses kontinuierliche sexuelle Begehren sind Teil der menschlichen Natur.“

Thomas Junker, Evolutionsbiologe

Konkurrierende Ansichten – wie zum Beispiel die, dass Menschen eigentlich polygam veranlagt seien – hält er für falsch. Er begründet das in seinem Vortrag mit vergleichender Anatomie. Es gibt nämlich enge Verbindungen zwischen körperlichen Merkmalen und Verhalten, so Thomas Junker. Dafür liefert er auch einige Beispiele. Unter anderem setzt er die Hodengröße des Homo Sapiens und anderer Menschenaffen in Relation zu deren Körpergewicht und zieht daraus Rückschlüsse auf die Natur unseres Liebes- und Sexuallebens.

„Sex ist mehr als Fortpflanzung.“

Thomas Junker, Biologiehistoriker

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