Schutz der Artenvielfalt: Es kommt auf alle an


Das Problem Artensterben ist gefährlich. Keine einzige potenzielle Lösungsmöglichkeit darf außen vor bleiben – nicht mal eine bürokratische.

Heike Holdinghausen | taz

Muss man sich für all die Workshops, Konferenzen und Tagungen zum Artenschutz wirklich interessieren, die uns im nächsten Jahr mit bürokratischen Papieren, unverständlichen Pressemeldungen und schlechten Nachrichten langweilen werden? Der politische Prozess zum Erhalt der biologischen Vielfalt unter dem Dach der Vereinten Nationen ist eine Zumutung. Sowohl im Hinblick auf den Unterhaltungswert als auch im Hinblick auf seine politische Wirksamkeit.

Zum Unterhaltungswert: Wer mal eine halbe Stunde auf der Website ­Convention on Biological Diversity ­herumliest, der staunt, wie wenig lebendig der Schutz des Lebendigen dort klingt. Schwerer allerdings wiegt, dass von den 20 sinnvollen und sofort einleuchtenden Zielen, die sich die Weltgemeinschaft zum Stopp des Artensterbens bis 2020 gesetzt hatte, weltweit so gut wie keines erreicht worden ist.

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