600 Kilo Glyphosat oder 6000 Liter Diesel – das Klima-Dilemma der Bauern


Das Unkrautgift Glyphosat soll komplett verboten werden. Bauern müssen den Boden dann jedoch viel öfter pflügen, was wiederum auf eine höhere CO2-Belastung hinausläuft. Jetzt soll eine Laserstrahl-Technologie aus dieser Zwickmühle helfen.

Carsten Dierig | WELT

Die Gnadenfrist läuft bereits. Zum 31. Dezember 2023 soll das umstrittene Unkrautgift Glyphosat in Deutschland verboten werden. Das jedenfalls plant die Bundesregierung, die dazu auch schon einen entsprechenden Kabinettsbeschluss gefasst hat. Vorher schon greift eine sogenannte systematische Minderungsstrategie.

Das bedeutet: Ab dem Jahr 2020 soll die Anwendung des Mittels aus dem Hause Bayer (ehedem Monsanto) für Haus- und Kleingärten sowie für öffentliche Flächen und Parks untersagt werden. Zugleich gibt es erste Einschränkungen auch für Bauern, darunter ein Anwendungsverbot vor der Ernte.

Bei den Betroffenen rufen diese Entscheidungen Kritik hervor. Der Deutsche Bauernverband (DBV) zum Beispiel sieht die Pläne eher durch Emotionen als durch Fakten begründet. „Glyphosat wird pauschal dämonisiert. Dabei hat dieses Mittel einen erheblichen Nutzen für die Landwirtschaft“, sagt DBV-Generalsekretär Bernhard Krüsken gegenüber WELT.

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