Die Kirche in Deutschland 2019: Auf dem „synodalen Weg“ aus der Krise?


Für die katholische Kirche in Deutschland war 2019 ein ambivalentes Jahr: Einerseits hatte sie weiter mit den Folgen des Missbrauchsskandals zu kämpfen, andererseits weckte der Beschluss für den „synodalen Weg“ Hoffnungen auf Reformen und eine positive Zukunft. Katholisch.de blickt zurück.

Steffen Zimmermann | katholisch.de

Er ist die Klammer um das kirchliche Jahr 2019: der „synodale Weg“. Die Reforminitiative, die am ersten Advent mit dem Entzünden von Synodalkerzen in den Domkirchen der Republik offiziell gestartet wurde, war im zu Ende gehenden Jahr das beherrschende Thema in der katholischen Kirche in Deutschland. Monatelang bestimmte der „synodale Weg“ die innerkirchliche Debatte und sorgte mit Blick auf die Frage nach seinen kirchenrechtlichen Befugnissen und seinen inhaltlichen Zielen für jede Menge Zündstoff.

Begonnen hatte die Diskussion um den Reformprozess Ende Januar bei einer Sitzung des Ständigen Rats der Deutschen Bischofskonferenz. Wenige Monate nach der Veröffentlichung der MHG-Studie zum sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche brachten vier Diözesanbischöfe dort erstmals die Idee einer „synodalen Veranstaltung“ von Bischöfen und Laien ins Gespräch. Der Vorstoß sollte einen möglichen Ausweg aus der „existenziellen Krise“ der Kirche aufzeigen, scheiterte aber zunächst am Widerstand einiger Oberhirten.

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