Dodo Kirchenfürst Müller: Kirchenfürsten lechzen nach einer “Zivilreligion” ohne Sakramente


Die Krise der Kirche ist von Menschen gemacht und kann nur durch das einzig wahre „Gegengift“ zur Verweltlichung geheilt werden: Die Wahrheit des Evangeliums Jesu Christi. Das hat Kardinal Gerhard Ludwig Müller in seiner Neujahrs-Predigt gesagt.

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Mit großer Schärfe warnte der ehemalige Präfekt der Glaubenskongregation vor einer aggressiven „Selbstsäkularisierung“ der Kirche und einer machtpolitisch agierenden, scheinheiligen Elite.  

Nicht wenige „Kirchenfürsten“ lechzten heute nach einer „Zivilreligion“, nach einem Katholizismus ohne Dogmen und Sakramente, so Müller am 1. Januar 2020.

„Die friedlichen Agnostiker von heute, die dem einfachen Volk die Illusion einer Religion gönnen, würden sich gerne des sinnstiftenden Potentials der Kirche bedienen. Denn wenn sie den geoffenbarten Glaube auch nicht für wahr halten, möchten sie ihn dennoch als Baumaterial für eine Welteinheitsreligion verwenden“.

Wer aus diesem Grund der Kirche vorwerfe, sie hinke 200 Jahre hinter der Zeit her, erhebe einen falschen Vorwurf. Statt diesen jedoch auszuräumen,  denunzierten die „Modernisierer“ katholische Positionen als „rechts“ oder „traditionalistisch“, um ihre Fortschrittsideologie durchzusetzen, so Müller weiter.

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