Schlangensterne sehen ohne Augen


Sie besitzen keine Augen im herkömmlichen Sinne. Trotzdem können manche Schlangensterne erstaunlich gut sehen. Eine bestimmte Art dieser Meeresbewohner nimmt nicht nur diffuse Helligkeitsunterschiede in ihrer Umgebung wahr. Die Tiere reagieren auch auf konkrete visuelle Reize und verfügen über die Fähigkeit räumlichen Sehens, wie Experimente nun bestätigen. Damit sind sie erst das zweite bekannte Beispiel für augenlose Tiere, die sehen können – neben manchen Seeigeln. Verantwortlich für diesen „Durchblick“ könnte unter anderem die charakteristische Farbänderung der Schlangensterne sein, berichten die Forscher.

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Der Schlangenstern Ophiocoma wendtii kann sehen, obwohl er keine Augen hat. (Bild: Lauren Sumner-Rooney)

Um zu sehen, braucht es Augen – dies scheint in der Tierwelt eine allgemeingültige Regel zu sein. Zwar gibt es Spezies, die zum Beispiel in ihrer Haut lichtempfindliche Rezeptoren besitzen. Damit können sie jedoch lediglich wahrnehmen, ob Licht vorhanden ist oder nicht. Seine Einfallsrichtung, Formen oder Kontraste können diese Tiere ohne Augen nicht erkennen. Doch es gibt Ausnahmen: Biologen wissen, dass sich bestimmte Seeigel auch ohne die klassischen Sehorgane ein erstaunlich genaues Bild von ihrer Umgebung machen. Sie können nachweislich sehen, obwohl sie keine Augen besitzen.

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