„Trump hat eine Dynamitstange in ein Pulverfass gesteckt“


US-Militärs töten den ranghohen iranischen General Soleimani. Der Befehl dazu kam von Trump. Parteifreunde nennen das „kühn“, andere fürchten einen Krieg.

Kai Portmann | DER TAGESSPIEGEL

Ein Foto des irakischen Militärs von dem Angriffsort am Flughafen von BagdadFoto: AFP/Irakisches Militär

US-Militärs haben mit einem Angriff am Flughafen der irakischen Hauptstadt Bagdad den iranischen Top-General Kassem Soleimani getötet. Die Anweisung zum Angriff kam von US-Präsident Donald Trump.

Das US-Verteidigungsministerium Pentagon teilte mit, es habe sich um eine „defensive“ Maßnahme zum Schutz von US-Diplomaten und Soldaten im Ausland gehandelt. Soleimani habe „aktiv“ Pläne für Angriffe auf US-Personal vorangetrieben. Außerdem seien er und seine Brigaden für den Tod hunderter Soldaten der US-Armee und verbündeter Staaten verantwortlich.

Irans oberster Führer drohte den USA „schwere Rache“ an. „Soleimanis Weg wird auch ohne ihn weitergeführt, aber die Kriminellen erwartet eine schwere Rache“, schrieb Ajatollah Ali Chamenei am Freitag in einem Beileidsschreiben, das im iranischen Staatsfernsehen zitiert wurde.

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