Forscher bitten um Hilfe bei Missbrauchsstudie im Bistum Münster: „Maximale Unabhängigkeit“


Das unabhängige Forscherteam, das im Auftrag des Bistums Münster die Fälle von sexuellem Missbrauch in der Diözese seit 1945 aufarbeitet, bittet um Mithilfe. Das Bistum stellt dafür rund 1,3 Millionen Euro zur Verfügung.

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St.-Paulus-Dom in Münster © Friso Gentsch (dpa)

Betroffene selbst und auch Personen, die von Fällen in den Jahren 1945 bis 2018 erfahren haben, werden gebeten, sich an die Wissenschaftler zu wenden, berichtete das Internetportal kirche-und-leben.de am Sonntag.

Mit Hilfe von Interviews wollten die Forscher Informationen sammeln, die in Kirchenakten nur ansatzweise zu finden seien. Persönlichkeitsschutz genieße dabei höchste Priorität, hieß es weiter. Die Mitarbeiter des Forschungsprojekts seien zur Verschwiegenheit verpflichtet. Auskünfte und Interviews würden vertraulich behandelt, alle Informationen würden anonymisiert.

Das auf zweieinhalb Jahre angelegte Forschungsprojekt läuft seit 1. Oktober. Ein fünfköpfiges Team unter Leitung des Historikers Thomas Großbölting befasst sich dabei mit Fällen von sexuellem Missbrauch durch Priester und andere kirchliche Amtsträger. Das Bistum stellt dafür rund 1,3 Millionen Euro zur Verfügung.

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