Warum die Orthodoxen am 6. Januar Wasser weihen


Das Fest der Epiphanie feiern auch die orthodoxen Christen. Doch anders als bei den Katholiken geht es dabei nicht um die Heiligen Drei Könige. Im Mittelpunkt steht eine andere biblische Episode aus dem Leben Christi.

Matthias Altmann | katholisch.de

Epi – was? Epiphanie. So heißt offiziell das Fest, das die katholische Kirche am 6. Januar begeht. Die Gläubigen feiern dabei die Erscheinung des Herrn, sprich das Offenbarwerden Gottes in der Welt. Katholiken erinnern sich an diesem Tag an die drei Weisen aus dem Morgenland, die „Heiligen Drei Könige„, die nach Betlehem gekommen sind, um dem Gotteskind Jesus zu huldigen.

Auch die orthodoxen Kirchen feiern das Fest der Epiphanie, auch Theophanie genannt. Doch anders als im Westen spielen bei ihnen die „Heiligen Drei Könige“ keine Rolle: Sie gedenken an diesem Tag der Taufe Jesu im Jordan. Bei diesem Ereignis offenbarte sich Gott laut Lukasevangelium Johannes dem Täufer und der anwesenden Menschenmenge: „Während er [Jesus] betete, öffnete sich der Himmel und der Heilige Geist kam sichtbar in Gestalt einer Taube auf ihn herab und eine Stimme aus dem Himmel sprach: Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen gefunden“ (Lk 3,22–23).

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